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HR Barcamp 2018 // Der Twitter-Rückblick

Seid ihr auch so traurig, dass das Barcamp schon wieder vorbei ist? Oder habt ihr etwa gar kein Ticket ergattern können? Hier für alle nochmal ein kurzer Twitter-Rückblick auf das Barcamp – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Auch in 2018 laden Christoph Athanas und Jannis Tsalikis, mein Blogger-Kumpan, zum 7. HR-Barcamp in Berlin ein. Die Tickets waren in Minuten vergriffen und so reisen Personaler aus aller Welt in eine Richtung: zum Ellington Hotel.

Und bitte pünktlich sein!

Auch für viele andere haben (fast) anonyme Botschaften auf ihren Namensschildern entdeckt.

Zum Start erzählen Jannis und Christoph etwas zur Geschichte des Barcamps und wie das Ganze eigentlich funktioniert. Viele kommen immer wieder gerne zum Barcamp, aber in jedem Jahr sind auch viele neue Gesichter dabei. Wenn man allerdings einmal gut getroffen wurde, dann ist man für immer Teil des Barcamps.

Wie in jedem Jahr gibt es traditionell ein Warm-Up. Hier sind schon Samba-Truppen durch den Saal gefegt, die Gastgeber haben gerappt oder es wurden isländische Fußballlaute imitiert. Nicht nur wach machen ist hier die Hintergrund: Es soll ein bisschen auflockern, so dass gleich (fast) alle Hemmungen verfliegen und beim Pitch und in den Sessions offen und ehrlich diskutiert wird. In diesem Jahr hätte ich vorm Warm-Up wirklich einen Schnaps gebrauchen können. Aber eure Kniebeugen sehen super aus!

Und schon startet der Session-Pitch. Jeder darf ein Thema einbringen. Das geht ganz einfach: Kurz vorstellen, erklären, worüber man sprechen möchte in maximal 60 Sekunden und dann auf viele grüne Klebepunkte hoffen!

Die Schlange ist lang und es werden mehr als 40 Sessions gepitcht.

Und dann wird abgestimmt – noch ganz analog.

In einer der ersten Sessions geht es um die DSGVO, die ab Mai in Kraft tritt. Das Wort ADV (kurz für Auftragsverarbeitungsvertrag) hört man im Laufe des Barcamps noch öfter.

In einer anderen Session geht es um die Personal Brand des Personalers. Ist das eigentlich sinnvoll?

Nach dem Mittagessen geht es gleich mit spannenden Themen weiter. Könnte das eventuell Stoff für eine Vorabend-Sendung speziell für die Personaler-Zielgruppe sein?

Hier Ergebnisse aus der Session zu Produktivität bei High-Performern: Was motiviert richtig gute Leute, im Unternehmen zu bleiben? Vermutlich nicht (nur) der Kicker-Tisch.

Diesmal werden schöne grüne Klebepunkte nicht nur beim Session-Voting genutzt, sondern auch beim Thema Digitalisierung des Recruitings.

Auch über nützliche Tools im HR-Bereich wird ausgiebig diskutiert. Achtung: Die Tools auf dem ersten Bild oben zählen für die anwesenden Personaler zu den „No-go-Tools“. Auffallend ist, dass der Großteil der Session-Teilnehmer mit Notizbuch und Stift ausgestattet vor Ort sind. Hier gibt es auch spannende Lösungen: Notizbücher, die über eine App digitalisiert werden können, automatisch vorher festgelegten Ordnern zugewiesen werden und den Inhalt durchsuchbar machen.

In einer weiteren Session geht es um die Beteiligung von Mitarbeitern. Dank Twitter hier die Ergebnisse.

Auch über Gerechtigkeit wird diskutiert: Was heißt das eigentlich ganz genau?

Zeitgleich läuft meine Session gemeinsam mit Jan Kirchner zum Thema „Zerowaste HR Barcamp Tüte“. Wir sprechen darüber, welche Goodies wir richtig gut finden, was digitalisiert werden kann und was direkt in den Müll wandert. Ergebnis: Richtig guter Inhalt ist essentiell! Und einen Waterbelt wünschen wir uns alle: Einfach ein Umhängeband an das man Wasser- oder Bierflaschen jeglicher Art befestigen und mit sich rumtragen kann.

In einer der letzten Sessions am Donnerstag geht es um Cultural-Antifit. Was geht so gar nicht beim Thema Unternehmenskultur? Die Session-Teilnehmer entwickeln dabei gleich ein neues Modell. Maslow wäre stolz!

Abends geht es dann in einem Vintage-Bus quer durch Berlin.

Die Tour wird professionell moderiert und Sehenswürdigkeiten mit Geschichtsfakten kommentiert.

Im Vorwien begrüßt uns die Wirtin freundlich per Megafon: „Willkommen in Kreuzberg! Toiletten gradeaus, Damen links, Tanzfläche und mehr Luft die Treppe runter.“ Die Stimmung war super!

Nach der Party ist vor dem zweiten Tag Barcamp. Die Erfahrung zeigt: Wer die erste Session am zweiten Tag halten muss, hat es meistens nicht so leicht.

Sergej muss also liefern und die Diskussion dreht sich um die Stakeholder von HR. Der Abteilungsleiter „HP Baxter“ scheint schwierig zu sein. Zum Glück gibt es Lösungsideen.

Auch das Wort „agile“ fällt oft. In der Session zu Agilität im HR Bereich wird teils emotional diskutiert. Was bedeutet eigentlich Agilität? Ist das eine Methode, eine Eigenschaft des Mitarbeiters oder sogar der ganzen Organisation?

Im Rahmen der Diskussion über Agilität geht es auch um die Rolle von HR. Darf HR mit an den Tisch? Ist HR Vorreiter oder nur Getriebener?

Auch ein Thema, das viele Personaler umtreibt: Wie trennt man sich eigentlich richtig von Low Performern und vor allem von richtigen A***********?

Als abschließendes Goodie, das lautstark eingefordert wird, bekommen die Session-Teilnehmer 7 Erfolgsfaktoren für ein gutes Trennungsmanagement.

Parallel läuft die Session zu Messbarkeit von HR. Was soll man da denn messen?

Und was sind eigentlich 360° Recruiter?

Bevor alles zu Ende ist, gibt es auch in diesem Jahr einen Session-Recall. Die Teilnehmer können eine Session wählen, die besonders gut gefallen hat oder bei der man besonders traurig ist, dass man sie verpasst hat. Mit viel Abstand wird das Thema Bots und Automatisierung von HR als erste Session in den Recall befördert.

Wie immer ist es dann auch viel zu schnell wieder vorbei! Ich hoffe, ihr habt auch viel Inspiration mitnehmen dürfen.

In Wien gibt es übrigens auch ein super Barcamp im September!

Twitter zeigt auch: Es gibt verschiedene Strategien, das Erlebte und die bahnbrechenden Erkenntnisse des HR Barcamps zu verarbeiten:

Eine quantitative Auswertung der Twitter Aktivität hat uns @dirste geliefert.

Vielen Dank für die spannenden zwei Tage! Wir sehen uns hoffentlich im nächsten Jahr!

Aber eine Sache weiß ich immer noch nicht: Was sind T-shaped People?

Zum Abschluss noch mein liebster Lacher aus dem Barcamp-Twitter-Verlauf:

Bis nächstes Jahr!

Über den Autor

Yvonne Kalthöfer

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