Wenn Top-Mitarbeiter flüchten – der schleichende Niedergang von Foursquare?

Scroll this

Laut einem Beitrag des Technologie Journalisten JP Mangalindan der Online Plattform „Mashable“ hat Foursquare ein Problem: „Foursquare has a new problem: Employees are checking out„. Angeblich hat das Unternehmen in den letzen Monaten mehrere wichtige Mitarbeiter ihres Software-Teams verloren. Vor allem sind wohl mehr als zwei Dutzend Mitarbeiter aus den Entscheider-Ebenen gegangen, darunter unter anderem Vice President of Engineering Harry Heymann, Senior Director of Engineering Kushal Dave und Senior Software Engineer Govind Kabra. Offenbar wohl auch nicht ganz unwichtige Recruiter.

Und wenn schon Personaler gehen, tja, ich glaube, dann hat das schon etwas zu bedeuten. Was sind die Ursachen für diesen Reputationsverlust? Was ist der Grund für diesen selbst gemachten „Braindrain“?

Mitarbeiter wollen wissen, in welche Richtung sich das Unternehmen entwickelt. Sie wollen Kenntnisse haben darüber, wie sich die Produkte entwickeln und mit welchen Angeboten künftig auf dem Markt überzeugt werden soll. Was sich Mitarbeiter dabei überlegen, liegt auf der Hand: Hat das Unternehmen keine Perspektive, dann habe ich hier keine Perspektive.

Manchmal mangelt es noch nicht einmal an einer Unternehmenes- bzw. Produktstrategie. Es genügt eigentlich schon, intern nicht eindeutig genug zu kommunizieren. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Arbeitnehmer wollen immer alles wissen. Logisch. Das geht natürlich nur bedingt. Aber es ist wichtig, rechtzeitig ,entscheidende Wendung mit der gebotenen Ruhe, den Mitarbeitern zu erklären.

Fehlt einem Unternehmen eine Businessstrategie oder werden Mitarbeiter nicht gut genug informiert – nicht „mitgenommen“, dann wenden sich die Mitarbeiter ab bzw. anderen Perspektiven ausserhalb des Unternehmens zu. Auch logisch. Das Hauptproblem ist,  dass ausgerechnet die Besten (die es auf dem Arbeitsmarkt auch am leichtesten haben), als Erstes gehen. Es wird also nur noch schwieriger, dass Ruder herumzudrehen.

Ganz offensichtlich eine Situation, in der sich Foursquare gerade befindet. Foursquare war bereits mehrfach totgesagt. Der Check-In-Dienst, der sich gegen seinen wichtigsten Konkurrenten Gowalla durchsetzen konnte (Gowalla wurde von Facebook geschluckt), hat am Ende bis heute nie wirklich den Durchbruch geschafft und die Nutzerzahlen sind nunmehr rückläufig. Das Problem ist jedoch vielmehr, Foursquare scheint keinen Plan zu haben, wie es weiter gehen soll. Jetzt gehen wichtige Köpfe, was die Lage nur noch komplexer macht. Man darf gespannt sein, wie die Geschichte hier weitergeht …

Schreibe einen Kommentar