Warum Bewerbungsgespräche wie Takeshi’s Castle sein sollten!

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Vielleicht fragt sich jetzt so mancher mal wieder, was ist eigentlich mit dem Tsalikis los. Takeshi’s Castle? Bewerbungsgespräch? Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Vielleicht nicht viel. Stimmt. Ich kam (irgendwie) darauf als ich zuletzt in einem Bewerbungsgespräch erklärt habe, der Bewerber könne sich entspannen, wir hätten keine Gemeinheiten vorbereitet und spontan hinzufügte, dass aus meiner Sicht Bewerbungsgespräche sich wie Takeshi’s Castle anfühlen sollten.

Bei Takeshi’s Castle es gibt mehrere Kandidaten und nur eine/einer kann das Rennen machen. Das wichtigste ist aber bei Takeshi: die Kandidaten sind engagiert, sympathisch und haben Spaß.

Bei Bewerbungsgesprächen geht es in erster Linie um die Qualifikation der Bewerber. Dementsprechend stellen sich Kandidaten den mal einfacheren, mal schwierigeren Fragen, der potentiellen Fachvorgesetzten und / oder Personaler. Aber warum darf dabei eigentlich die sog. „Wellenlänge“ keine Rolle spielen? Warum müssen Bewerbungsgespräche zwanghaft nüchtern und distanziert sein und dürfen keinen Spaß machen? Warum kann man nicht offen und ehrlich in solchen Situationen miteinander sprechen? Warum entwickeln wir regelmäßig künstliche Laborsituationen, um den wahren Qualifikationsstand von Bewerbern zu ermitteln?

In meinem letzten Interview mit der Personalwirtschaft („Positive Erfahrungen steigern die Reputation“ / Dezember 2015) habe ich meine Überzeugung zu diesen Fragen in ähnlicher Form bereits kund getan. Mich geoutet sozusagen.

Bewerbern honorieren eine angenehme Gesprächatmosphäre, bei der man auf Augenhöhe miteinander spricht, mit Offenheit und Ehrlichkeit. Und darum geht es doch. Es geht doch darum, die gemeinsame Schnittmenge zwischen Kompetenzen des Bewerbers und den Anforderungen an die Stelle zu erkennen – das kann man am Ende auch nur gemeinsam. Das geht nur in Bewerbungsgesprächen, in denen man gemeinsam fachsimpelt, visionäres Denken praktiziert, sich Anekdoten erzählt und zusammen lachen kann.

Solche Auswahlverfahren machen Spaß und hinterlassen bei allen Beteiligten ein gutes Gefühl. Auch wenn der Bewerber am Ende doch eine Absage bekommt.

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