Ausgetindert! truffls ist erwachsen geworden! Matthes Dohmeyer im Interview

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Die Startups geben sich heutzutage bei den Personalern die Klinke in die Hand. Einige schaffen den Durchbruch, von anderen hört man schnell nie wieder was. Was ist eigentlich aus truffls geworden? Ich habe mit Matthes Dohmeyer, dem Gründer und Geschäftsführer von truffls gesprochen.

Hallo Matthes, schön dass du für mich ein paar Minuten Zeit hast! Seit November 2014 gibt es truffls. Tinder für die Jobsuche, das war damals die PR trächtige Message. Seit 2016 ist es um euch jedoch etwas still geworden. Und schon die gründerszene titelte bereits letztes Jahr mit der Frage: „Was wurde eigentlich aus Truffls, dem Tinder für die Jobsuche?“ Warum ist es so still? Hand aufs Herz: Läuft der Laden nun doch nicht? Gibt es nichts zu erzählen?

Im Gegenteil, der Laden läuft richtig gut! Stimmt, mit dem Tinder-Claim sind wir damals gestartet. Wir selbst vermarkten uns aber schon lange nicht mehr so, ganz einfach, weil truffls mittlerweile viel mehr ist als das. Wir sind ja eine komplette Mobile Recruiting Plattform, haben also sowohl für Unternehmen als auch für Kandidaten inzwischen sehr umfangreiche Lösungen, die eine Menge können. Unser Fokus liegt darauf, für die Zielgruppen, die bei uns vertreten sind, den Prozess vom ersten Kontakt bis letztlich zur Einstellung drastisch zu verkürzen und zu vereinfachen. Und das funktioniert eben wirklich gut – allein letztes Jahr haben uns über 30.000 Unternehmen genutzt. Wenn du so willst, ist also der „Tinder-Hype“ einfach einer innovativen, funktionierenden Recruiting-Plattform gewichen.

Ich hab mir natürlich für dieses Interview truffls noch mal genau angesehen. Also ich finde da nichts für mich. In welcher Zielgruppe seid ihr denn am besten vertreten? Bzw. für welche Jobs lohnt sich die Anzeige bei euch besonders?

Du suchst doch bestimmt auch gar nichts Neues 😉 Also, was bei uns das Spannende ist: wir sind einer der wenigen Mobile Recruiting Anbieter, der sich komplett auf high-skilled Jobs konzentriert. Es gibt ja viele sehr gute Lösungen, deren Ansatz es ist: Mobile funktioniert für low-skilled, high-turnover Jobs. Aber wir haben uns schon ganz am Anfang gesagt: gerade auch für gut ausgebildete Leute, die genau wissen, was sie können und auch, was sie wert sind, funktioniert eine Lösung auf Mobile. Und genau das sehen wir; unser durchschnittlicher Nutzer ist 33 Jahre alt, hat ca. 6 Jahre Berufserfahrung und hat studiert. Die meisten Nutzer suchen bei uns nach Jobs in den Bereichen Marketing, Sales, Operations, HR, IT – und hierbei häufig auch nach Head-of-Positionen. Und der absolute Großteil dieser Nutzer, mehr als 75%, hat aktuell einen Job – ist aber offen für Neues. Was wir deswegen letztlich mit truffls schaffen, ist, die eigentlich nur schwer bis gar nicht erreichbaren Passiv-Suchenden zu aktivieren. Eben indem wir ihnen eine Lösung an die Hand geben, die den gesamten Prozess für sie super einfach gestaltet und ihnen extrem viel unnötige Arbeit abnimmt. Dadurch kannst du als Unternehmen bei uns Kandidaten finden, die du auf den herkömmlichen Job-Plattformen einfach nicht bekommst.

Was gibt es 2017 / 2018 Neues? Wie geht es weiter?

Wir arbeiten gerade an einem großen Relaunch unseres Tools für Unternehmen. Damit gehen wir einen nächsten großen Schritt in Richtung komplettes Bewerbermanagementsystem. Perspektivisch sind Dinge interessant wie Customization, also: ich bilde meinen individuellen Bewerbungsprozess in truffls ab, indem ich z.B. Videos, Persönlichkeitstests etc. von Bewerbern anfragen kann. Und natürlich die Erweiterung des Tools nach hinten raus: was passiert, wenn ich einen Kandidaten über truffls eingestellt habe? Alle Themen, die dann relevant werden – also Verträge, Onboarding, Payrolling usw. – werden wir langfristig über die Plattform abbilden und so Schritt für Schritt dafür sorgen, dass man keine Pinpoint Solutions für die einzelnen Themen mehr braucht, sondern von vorne bis hinten truffls nutzen kann.

Lieber Matthes, vielen Dank für deine Zeit!

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