So versauen uns HR-Neandertaler unsere Reputation!

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Wer sich regelmäßig auf HR Konferenzen mit Kollegen austauscht, der weiß, dass das Thema Reputation des Personalers ein großes Thema ist. In der Regel heißt es dann, „ja, ja, es ist ja alles so schlimm! die Personaler sind ja so von gestern!“  Ich stelle mich dann oft dagegen, weil mein Erleben auf den HR BarCamps anderes ist. Aber vielleicht liegt es nur an meiner tollen HR-Clique!?

Denn es gibt sie, die HR-Neandertaler, die unnötigerweise die Reputation aller Personaler kaputt machen!

Anfang März wurde über einen solchen HR-Neandertaler und seine Denke geschrieben. Die IKZ titelte: „Olper Unternehmen darf Schüler mit Piercings ablehnen“ (oder auch RP online) Was war das Thema? Der Geschäftsführer und immerhin zum Manager des Jahres 2011 nominierte Prof. Dr. Zoz (er führt ein Unternehmen für mechanische Verfahrenstechnik) hatte offenbar Schüler von einem Symposium im Rathaus ausgeladen, weil ihm ihre Haare und Piercings nicht gefielen. Offensichtlich führte dies anschließend zu einem Eklat und wurde wie folgt von Zoz kommentiert (Zitat aus dem Onlinemedium): Durch seine „völlig rationalen“ Ansichten wolle er den Wunsch ausdrücken, dass junge Menschen „auf den gottgegebenen Weg zurückkehren“. 

WTF? Bild, Spiegel, N24 … haben diese Posse dankbar aufgenommen und das Theater, um die Fragen „Was darf man eigentlich auf dem Job am oder im Gesicht haben, wie muss man frisiert sein und überhaupt, welche Klamotten sind eigentlich ok?“ wurde zum hundertsten mal aufgekocht.

Lieber Herr Zoz, sorry, diese Diskussion wurde bereits von den Neandertalern im Steinbruch bis zum Ende durchgekaut und ist von vorvorvorgestern. Sie sollten sich auf das konzentrieren, was in den Köpfen der Jugend ist und nicht auf das was auf dem Haupt oder am Haupt angebracht ist. Auch wenn es die Rechtsprechung anders bewertet – es ist ganz und gar nicht zeitgemäß bunte Nerds auszuschließen!

Und übrigens, von ihrem Sohn, Kollegen oder Flüchtling der sich bei ihnen bewirbt, zu verlangen, den Bart abzurasieren, das ist genau so neandertalensisch. Modemacher finden gepflegte Bärte heutzutage nämlich: „formidabel und adorabel, spektakulär und extraordinär, phänomenal und epochal„.

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