So geht HR Kommunikation im Social Web – Teil 2: Das Budget

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Gestern haben wir uns ja mit der Zielgruppe befasst. Heute wollen wir uns mit dem Budget befassen. D.h. wir wollen mal eruieren, was wir für ein Budget und welche sonstigen Ressourcen benötigt werden, um dauerhaft erfolgreich Kommunikation zu betreiben.

Die Frage nach dem Budget ist nicht ganz so einfach zu beantworten, weil viele Variablen hier eine Rolle spielen. Es kommt vor allem auf die Ziele an und die Frage, wie schnell man diese Ziele erreichen will. Die meisten erfolgreichen Facebook-Seiten im Web bieten Inhalte an, die die Audience nachhaltig überzeugen. UND, in der Regel werden diese Seiten von einer Crew gesteuert, die sich mit dem Thema Content-Aktivierung auskennt.

Content-Aktivierung? Nun, einfach ausgedrückt sind diese Aktivierungsmanager dafür zuständig, die Inhalte, die aus den Fachabteilungen / Redaktionen kommen, so im Social Web zu verteilen, dass sie die jeweiligen Zielgruppen erreichen. D.h. die Kollegen schauen, wann die Zielgruppe „on“ ist und zu welcher Uhrzeit welche Themen besonders gut laufen. Auch überprüfen sie die Headlines und Inhalte, passen ggf. das „Wording“ an oder tauschen Bilder aus. In kleineren Teams ist die oben genannte Aufgabe auch Teil des Jobs eines Community Managers oder Social Media Managers.

Fassen wir doch mal kurz die Aufgaben zusammen und versuchen wir mal eine Schätzung (je nach Zielgruppe und Zielen kann das ja immer unterschiedlich sein und ist hier nur eine grobe Hausnummer) für ein Minimum an Aufwand. Will sagen, ich versuche mal eine Kostenstruktur für eine neue Karrierepage auf Facebook auszustellen. Nehmen wir an, es handelt sich um ein kleines Unternehmen, mit wenig Budget. Ein Unternehmen mit vielleicht 500 Mitarbeitern irgendwo in der Provinz.

Ziele:

1.) + 2.000 Fans jährlich

2.) Mindestens 25 Likes pro Post

3.) 3 Posts pro Woche

Das sind in jedem Fall hoch gesteckte, aber nicht unerreichbare Ziele (kommt natürlich auch auf die Attraktivität des Arbeitgebers und der vom Unternehmen produzierten Produkte an). Um diese Ziele zu erreichen, müssen wir mindestens 1 Person rechnen, die sich laufend um die Beiträge und Dialoge kümmert. Viele Unternehmen versuchen das mit einem Trainee oder einer Aushilfe / Werkstundenten zu lösen, die an das Marketing oder an die Kommunikationsabteilung gekoppelt ist. Ideal wäre natürlich, diese Person wäre im Bereich Personal verankert. Das setzt jedoch voraus, dass es dort Kollegen gibt, die von diesem Thema auch eine Ahnung haben. Rechnen wir mit dem Mindestlohn als Untergrenze, dann kommen wir auf einen Betrag von etwa 1.500,- = 18.000,- pro Jahr. Hinzu kommen etwa 2.000,- für das Pushen der Artikel in Facebook. Das macht etwa 20.000,- EUR.

Zu viel? Natürlich kann man den Ertrag einer solchen Seite schwerlich messen. Allerdings ist der Branding-Wert beachtlich (nach innen und nach außen). Und auch das Recruiting ist bei einer halbwegs großen Seite nicht chancenlos, weil positive Nachrichten (offene, attraktive Positionen) gerne ge-shared werden.

Damit hätten wir den Aufwand für einen Kanal abgeschätzt. Aber es gibt ja nicht nur Facebook, sondern eine Vielzahl an weiteren interaktiven Kommunikationsmöglichkeiten. Damit könnt ihr den genannten Betrag entsprechend multiplizieren und ihr kennt den tatsächlichen finanziellen Aufwand für HR-Maßnahmen im Social Web.

Viel Spaß beim Rechnen.

Morgen geht es dann um „Einen kreativen, langfristig angelegten (Redaktions-)plan“

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