Next Big Thing: Die „Gen D.STROY“

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Wir neigen ja häufig dazu, in Schubladen bzw. Kategorien zu denken. Das problematisiert unsere Probleme so schön. Diese werden dann unter dem Deckmantel „Trend“ mit einem netten Buzzword versehen und plötzlich wird heiß darüber diskutiert. Ich denke hier an Begriffe, wie „Generation Y“ oder „Fachkräftemangel“. Keine Sorge, das ist nicht nur in der HR so, das ist im Marketing noch viel schlimmer. Da kursieren Begriffe, wie Content Marketing, Storytelling oder Customer Journey. Jeder hat plötzlich eine öffentliche Meinung, mischt sich ein – ob relevant oder nicht spielt dabei selten eine Rolle. Oft werden dadurch ernsthafte Themen entkräftet. So geschehen auch beim Thema Burn out. Es ging bei dem Thema ursprünglich um Überarbeitung, zu hohen Leistungsdruck und schlechte Arbeitsbedingungen. Heute ist Burn out laut aktueller Berichterstattung „gesellschaftsfähig“, es gehört quasi dazu. Es scheint nahezu so, als müsste jeder mal einen gehabt haben. Doch das wird sich innerhalb der kommenden zwei Jahre wieder ändern. 

Arbeit 2017

Schon in zwei Jahren ist die Festanstellung aus der Mode, das Sicherheitsdenken überwunden. So sagt es das „Spekulative Glossar“ voraus. Die Festanstellung ist dann nur noch was für Looser – wir werden stattdessen alle „Freibeiter“ sein, die sich für jahrzehntelange Ausbeutung durch Arbeitgeber rächen – als trojanische Pferde ins Unternehmen gehen, mit „Burn Ins„. Das bedeutet, zukünftig werden sich Kandidaten mit dem „Emo-CV“ (Lebenslauf, der nur aus Emojis besteht) für Jobs bewerben, bei denen sie bereits vorher genau wissen, dass sie komplett ausgebeutet werden. Doch statt sich dem hinzugeben und daran zu zerbrechen, werden diese Jobs innerhalb kurzer Zeit vorsätzlich sabotiert, sodass den Arbeitgebern langfristig ein erheblicher Schaden entsteht. Quasi die Zerstörung von Innen heraus – der Aufstand der Arbeiter gegen den Moloch. Und da wir ja eben für alles immer ein problematisierendes Buzzword brauchen, wird diese Generation dann vermutlich „D.STROY“ genannt.

Wie sieht die Zukunft aus?

Klingt komisch? So oder so ähnlich prophezeien Salomon Hörler und Helene von Schwichow unsere Zukunft. Beide sind Herausgeber von „The 2017„, dem Spekulativen Glossar, einer Sammlung künftiger Modebegriffe. Schaut doch mal rein und überlegt, was davon wirklich eintreten könnte bzw. auch, was so komplett an den Haaren herbeigezogen ist.

Oder entwerft eine eigene Zukunftsvision. Ich bin gespannt, wie ihr die Zukunft seht.

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