Mehr inhalten statt nur unterhalten – nicht auf die Fassade kommt es an, sondern auf die Inhalte

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von Ralf Junge

Januar ist der Monat, den wir nutzen, um vorauszuschauen und Trends für das vor uns liegende Jahr vorherzusagen. Auch ich habe mir Gedanken gemacht, über die Themen, die uns dieses Jahr in der Personalarbeit beschäftigen werden.

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In der Werbung und Markenkommunikation, mein berufliches Zuhause, wurde in dem vergangenen zwei Jahren vermehrt auf Content gesetzt – statt bunter Bildchen, gekaufter Stock-Bilder oder abgedroschener Wir-sind-die-Besten-Phrasen nehmen wir nun endlich authentische Inhalte in Angriff. Es wird nicht nicht bloß einfach ein netter Text formuliert, sondern die Unternehmenskultur unter die Lupe genommen und wichtige Werte gelebt. Auch das Arbeiten an sich wird flexibler und individueller, wir denken über neue Arbeitsmodelle nach.

Die beiden großen Themen, mit denen wir uns dieses Jahr intensiver beschäftigen werden sind Kompetenzmanagement und Mobiles Arbeiten.

Kompetenzmanagement

Statt die eigenen Mitarbeiter weiterzuentwickeln bzw. sich mit den vorhandenen Kompetenzen der Kollegen auseinanderzusetzen, werden zu oft neue Mitarbeiter gesucht.

Die benötigten Kompetenzen sitzen dabei allzu oft in den eigenen Reihen, ohne es überhaupt zu wissen. Arbeitgeber sollten sich daher zunächst mit ihren Mitarbeitern auseinandersetzen und prüfen, welche der vorhandenen Fähigkeiten wie eingesetzt werden können. Voraussetzung hierfür ist allerdings ein umfassendes Konzept der Personalentwicklung.

Schließlich ist es gar nicht so einfach, bei jedem Mitarbeiter die jeweiligen Talente zu ermitteln. Oftmals genügt es schon, nach dem Interessen der Mitarbeiter zu fragen bzw. sie auch um das Sichtbarmachen der eigenen Talente zu bitten.

Eine gute Möglichkeit also, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken – die eigenen Mitarbeiter fördern und weiterentwickeln. Es entlastet das Recruiting und führt zu mehr Zufriedenheit bei den Mitarbeitern.

Mobile Arbeit

Wir sind mittlerweile ständig online – 80 Prozent der deutschen Bevölkerung ist an durchschnittlich 6 Tagen in der Woche im Internet unterwegs, mehrheitlich über mobile Endgeräte (ARD/ ZDF Onlinestudie). Das wirkt sich natürlich auch auf unser Arbeiten aus. Mobile Technologien ermöglichen flexible Arbeitsmodelle. Laut Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) bedeutet dies, ”dass Arbeit ganz oder teilweise von festen Arbeitszeiten und einem festen Arbeitsplatz entkoppelt wird. Entscheidend ist, welche Ergebnisse erzielt werden.“

In diesem Jahr wird Arbeit vom Schreibtisch im Büro zunehmend entkoppelt, wir arbeiten mobil – ob von zu Hause aus, aus dem Café oder in der Bahn.

Statt also zu sehr auf die Gestaltung der Fassade der Arbeitgebermarke zu setzen, befassen wir uns dieses Jahr vermehrt mit den Inhalten. Wir setzen und mit den Arbeitsbedingungen, der Zufriedenheit der Mitarbeiter, den Möglichkeiten der Personalentwicklung auseinander und ermöglichen individuelles Arbeiten.

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