Ich habe mir die neue Recruiting App „JobUFO“ genau angesehen und mit COO Benjamin über die Chancen der App auf dem Markt gesprochen

Scroll this

Wenn truffls das tinder für jobs ist, dann ist JobUfo das Snapchat für jobs – also zumindest ein bisschen. Aber mal im Ernst, ich hab mir das JobUFO mal genau angesehen und es hält was es verspricht. Bestechend einfache Handhabung ermöglicht jungen Leuten (und auch älteren) Selfievideos zu produzieren und diese als Bewerbungen zu verschicken. So einfach, wie bei Snapchat eben.

Nachfolgend ein paar Eindrücke:

Bereits einige Unternehmen konnten für JobUFO gewonnen werden. Sie werben – wie könnte es anders sein – mit Videos für sich.

IMG_6298           IMG_6300

Wer sich bewerben möchte, klickt auf „BEWERBEN“ und wird durch ein kurzes Tutorial für das Selfie-Bewerbungs-Video geführt. S.u.

IMG_6302

IMG_6301

IMG_6303

IMG_6304

Wer noch mehr Hilfe braucht, der kann sich noch ein paar Tutorial Filme ansehen. Ansonsten kann es jetzt eigentlich schon losgehen. Wenn das nichts für die Jugend ist, dann weiß ich es auch nicht …

Ich hatte die Gelegenheit kurz mit Benjamin Maischak über JobUFO zu sprechen.

Hallo Benjamin, ich nehme an, ihr erlebt aktuell eine aufregende Zeit. Schön, dass du kurz Zeit für mich hast!

Kannst du uns erklären, was JobUFO so einzigartig macht? Die Option sich per „Schneller Bewerbung“ mit dem selbstgemachten 30 sec Video zu bewerben, wirkt ein bisschen salopp …

Mit JobUFO wollen wir jungen Menschen zwischen 14-24, die Videokommunikation in ihrem Alltag gewohnt sind, die Möglichkeit geben sich auch per Video zu bewerben. Am besten passt das auf den Bereich der Dienstleistungsjobs, in dem kommunikative Fähigkeiten und Ausstrahlung wichtige Faktoren zu einer Einstellung darstellen. Was uns einzigartig macht für Bewerber ist, dass sich bei uns alles um die Videoaufnahme dreht und dies so angenehm und einfach wie möglich ablaufen soll. So haben wir auch Beispielvideos, die als Anleitung dienen oder einen Teleprompter, damit man sich optimal auf den ersten eigenen Eindruck konzentrieren kann. Für Unternehmen macht uns einzigartig, dass wir neben einem Web-Interface für das Einpflegen von Stellenanzeigen, das Anschauen von Videos und natürlich die Kontaktaufnahme zu Kandidaten auch eine Schnittstelle zu verschiedenen HR-Softwareanbietern geschaffen haben, damit wir nicht die x-te Software sind, die ein Unternehmen anschaffen muss.

Wie gehen Arbeitgeber damit um? Wer schaut sich die ganzen Videos an?

Arbeitgeber nutzen uns, um sich ein erstes Bild vom Bewerber zu machen. Viele haben die schmerzliche Erfahrung machen müssen, dass Motivationsschreiben gern auch aus zusammenkopierten Google-Phrasen bestehen oder das bloße Erstellen dieser Dokumente nicht zum optimalen Bewerbungserlebnis – weder am Smartphone noch am PC – führt. Da die Videos ja maximal 30 Sekunden gehen und man diese auch abbrechen kann, haben wir bisher noch keine Beschwerden über das Anschauen von zu vielen Videos bekommen. Das Feedback bisher ist, dass die Videos immer mit viel Liebe und Kreativität gemacht wurden und dass man sieht, dass die, die ein Video aufnehmen, sich auch ordentlich ins Zeug legen. Das kommt gut an und zeigt uns, dass wir mit dem Ansatz richtig liegen.

Gut, ich kann mir vorstellen, dass JobUFO gerade für einfachere Jobs zum Beispiel im Bereich Verkauf, Produktion, Service und Lager interessant sein kann. Gibt es schon erste Zahlen zu Nutzerstrukturen? Von wem wird die App bereits genutzt?

Im Moment machen wir die Erfahrung, dass die App tatsächlich für Bewerbungen auf Nebenjobs oder Praktika im Bereich Dienstleistung und hierbei Einzelhandel, Gastronomie und Promotion genutzt wird. Es gibt sogar Recruiter, die schon aufgrund des Videos einstellen, weil sie temporär z.B. einen sehr hohen Personalbedarf aufweisen. Was wir aber nicht erwartet haben, ist, dass JobUFO auch für die Besetzung für Ausbildungen genutzt wird. Für die Ausbildungen ist es dabei von Vorteil, dass wir neben dem Video auch noch Daten des Lebenslaufs liefern. Beide Informationsquellen nutzen die Recruiter dann, um sich einen ersten Eindruck von den Bewerbern zu machen und auf dieser Grundlage Einladungen zum Bewerbungsgespräch zu verschicken. Das persönliche Kennenlernen ist weiterhin sehr wichtig und wir wollen nur den Einstieg zur Ausbildung erleichtern.

Wie geht es jetzt bei euch weiter? Was sind die nächsten Meilensteine?

Wir haben gerade die Deutsche Bahn als Kunden gewonnen, was uns sehr stolz macht. Ab sofort kann man sich also auch dort auf Ausbildungsplätze per Video bewerben. Wir sind gespannt wo uns die bereits laufenden Verhandlungen mit kleinen bis großen Unternehmen hinführen und wen wir noch alles von Videobewerbungen begeistern können. Im nächsten Monat veranstalten wir das erste Mal unsere JobUFO-Videobox auf einer Bewerbermesse. Bewerber können sich dann bei allen teilnehmenden Unternehmen auf der Messe per Video bewerben. Dabei unterstützen wir diese natürlich und stehen mit Tipps zur Verfügung. Die Resonanz der teilnehmenden Unternehmen ist bisher super und alle freuen sich auf das Besondere Event. Dann gilt es natürlich weiter, fleißig zu sein, damit die App noch schöner und funktionaler wird und auf das Feedback der Nutzer und Unternehmen zu hören. Ein paar neue Funktionen haben wir auch bereits geplant, die bleiben aber noch geheim. Und natürlich möchten wir bei Unternehmen und Bewerbern noch bekannter werden und freuen uns darum auch immer, wenn wir etwas darüber erzählen können, was wir so machen.

Lieber Benjamin, vielen Dank für deine Zeit! 

Schreibe einen Kommentar

%d Bloggern gefällt das: