Fünf freche Fragen an Panda – Isabelle Hoyer über Frauen-Networking Events

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von Jannis Tsalikis

Als ich zum ersten mal von Panda gehört habe, da war ich skeptisch und dachte “Hm, Networking nur für Frauen – warum? Ist das nicht total gestern?”. Im Interview hat mich Isabelle jedoch überzeugt. Das sollten HR Frauen kennen und auch HR Männer gelesen haben!

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Liebe Isabelle, was macht Ihr bei PANDA und warum habt Ihr Euch so genannt?

Wir bringen bei PANDA 200 tolle Frauen miteinander und mit Unternehmen zusammen. Sie sind entweder bereits Führungskräfte oder auf dem Sprung in die Führungsrolle. Ziel von PANDA ist es, Frauen nach vorn zu bringen: In erster Linie durch die Stärkung ihrer Netzwerke. Konkret besteht der Tag aus Simulationen, Feedback-Runden, Keynotes und Networking-Phasen bzw. Zeit für Unternehmensgespräche. 

Warum der Name PANDA? Der Panda ist eine seltene Spezies – wie Frauen in Führungspositionen (wenn die auch immerhin nicht vom Aussterben bedroht sind). PANDA und unser Umgang mit dem Motiv stehen aber auch für ein spielerisches Element, denn es soll ja auch Spaß machen.

 2. Werdet Ihr eigentlich oft gefragt, ob das Frauenthema nicht eigentlich ziemlich durch ist? 

Eigentlich nicht: Die Frauen, die sich für PANDA bewerben, sehen offensichtlich einen Mehrwert darin, ebenso wie die Unternehmen, die dabei sind. Den Bedarf für ein Format mit Fokus auf “Frauen und Führung” gibt es in jedem Fall, genau wie ein großes Bedürfnis nach Austausch und Vernetzung. Das zeigen unsere Bewerberinnen-Zahlen wie auch das Interesse seitens der Unternehmen deutlich. Und gerade im Moment ist das Thema politisch und medial ja so präsent wie kaum je zuvor – also das Gegenteil von “durch”.

 3. Gibt es denn irgendeinen Outcome eurer Workshop-Tage?

Der wichtigste Outcome ist das Networking – die Kontakte zu den anderen Teilnehmerinnen wie auch zu den Unternehmen, und damit zu potentiellen Job-Optionen. 2. Impulse für die persönliche Weiterentwicklung: aus dem Feedback der anderen, dem Austausch untereinander, den Vorträgen. Auch unterjährig gibt es immer wieder Möglichkeiten zum Wiedersehen – ein weiterer Outcome ist also ein wachsendes branchenübergreifendes Netzwerk für Führungsfrauen. Außerdem entstehen bei PANDA sehr interessante Erkenntnisse darüber, wie Frauen in Führungssituationen überzeugen können. Die Teilnehmerinnen bewerten sich ja gegenseitig im Rahmen eines “Crowd-Rankings” und werden dabei auch gefragt, warum jemand sie überzeugt hat. Diese Informationen werden seit letztem Jahr in einer Forschungskooperation mit der Universität Salzburg ausgewertet.

 4. Warum sollte ein Unternehmen bei PANDA eigentlich mitmachen? Her mit dem Beef!

Weil sie sich bei PANDA auf den Radar von Frauen bringen können, die bisher noch keinen Bezug zum Unternehmen haben: Auf Recruiting-Veranstaltungen oder eigenen Events treffen Unternehmen vor allem Kandidatinnen auf Jobsuche. Oder diejenigen, die sich für das Unternehmen ohnehin schon interessieren. Es wird aber zukünftig immer wichtiger werden, auch aktiv neue Personen außerhalb dieser Gruppen anzusprechen. Zu PANDA kommen die Frauen in erster Linie, weil sie für sich persönlich einen Mehrwert sehen – gleichzeitig sind sie für tolle Optionen natürlich sehr offen.

UND: Weil sie Impulse erhalten: Die Gestaltung des Tages, die Feedback-Kultur, das Crowd-Ranking – das unterscheidet sich sehr von unternehmensinternen Auswahlkonzepten. Wir sind natürlich freier, können mehr experimentieren. Das war für die Unternehmen ein interessanter Aspekt.

Vielen Dank für das Interview (und die Geduld mit mir)!

Isabelle Hoyer ist Managing Director von PANDA : ih@we-are-panda.com

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