Echt jetzt? Müssen wir wirklich noch darüber diskutieren, ob wir Personalabteilungen brauchen?

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“Den Personaler braucht bald keiner mehr”. Diesen Satz hat traurigerweise jeder HR-Verantwortliche wohl schon gehört. Und auch wenn das natürlich der pessimistischste Ansatz zur Zukunft der Personalbranche ist, so weiß auch jeder positiv gestimmte HR-Szene-Kenner: Die Rolle von HR wird in den letzten Jahren heiß diskutiert. Die Key Message ist zumeist: „„Die Rolle des Personalers muss sich verändern!“. Ob auf der Social Media Week (2014), 2015 auf der Zukunft Personal „Verwalter vs. Gestalter“ oder auf der PMK 2016 und 2017, überall geht es um die Stellung von HR. Es heisst dann: „Die Rolle des Personalers muss sich verändern!“, „Personaler müssen endlich digitaler oder besser, disruptiver werden!“ oder es wird gleich behauptet „Den Personaler braucht bald keiner mehr!“

„Uuuuoah!“ denkt ihr jetzt vielleicht, wie überraschend. Natürlich hat sich die Rolle zu verändern! Und natürlich muss sich die Personalabteilung insgesamt verändern! Aber dass die Personalarbeit sich verändern muss, wenn sich die Anforderungen und Needs der Unternehmen verändern, ist kaum verwunderlich! Und wir Personaler haben uns doch auch immer angepasst, oder etwa nicht?! Von Anbeginn bis heute (hier ein Kurzabriss aus dem Harvard Business Manager).

So lange es Menschen im Business-/Produktionsprozess gibt, wird es auch Personaler geben, die sich um die Menschen in den Unternehmen kümmern – in welcher Form auch immer. Punkt. Und so, wie sich andere Berufsbilder verändern, wird sich auch das Berufsbild des Personalers verändern. So wie sich der Automechaniker zum KFZ-Mechatroniker verändern musste, wird sich auch der Personaler zum Digitalen HR Manager weiterentwickeln. Den Job des Sourcers, gab es schließlich vor 10 Jahren auch noch nicht. Die Welt dreht sich Leute, und es nicht verwunderlich, dass sich das Berufsbild verändert. Das ist kein Aufregerthema, das ist lame! Und warum sitzt der Jannis dann am Dienstag auf diesem Panel? Warum will er mitdiskutieren, wenn die Frage: „Brauchen wir Personalabteilungen?“ besprochen wird?

„Das, was diskutiert werden muss, das wurde noch nicht besprochen.“

Die Arbeit des Personalers wird qualitativer, kreativer und viel spannender (ja, ich bin da voll positiv!). Technik übernimmt zunehmend die verwalterischen Aufgaben und Personaler können sich mehr und mehr den täglichen Change-Prozessen widmen. Sie können sich ferner den wichtiger werdenden Retainment-Aufgaben widmen, die angesichts des immer anspruchsvolleren Personals, zunehmend komplexer werden. Die HR-Verantwortichen sind die derzeitign und künftigen Menschenversteher, die die Work-Balance der Mitarbeiter in Einklang mit ihren Lebensumständen halten und als Netzwerker ein optimales Ressourcenmanagement betreiben.

Statt darüber zu meckern, wie einfältig noch heute der gemeine Personaler ist, lasst uns doch mal diskutieren, was Ausbildung und Hochschulen machen können, um gut vorbereitete HR young professionals in den Markt zu bringen und wie wir die heutigen Personaler im Kopf beweglicher und in den Skills digitaler machen können. Wie es dem heutigen Personaler gelingen kann, den immer dynamischeren Unternehmen in ihren Anforderungen gerecht zu werden. Brauchen wir vielleicht neue Berufsbilder im Personalbereich? Wie sieht die Personalabteilung von heute und morgen aus? Brauchen wir eigentlich noch klassische Personalabteilungen? Diskutier mit mir darüber! Ich freue mich auf dich!

 

Brauchen wir noch Personalabteilungen?

6. März 2018 – #NWX18

Elbphilharmonie
und HafenCity, Hamburg

16.15 – 17.00 | Panel | 25hours Gallery

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