Der Moral-Index für Arbeitgeber kommt!

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von Jannis Tsalikis

Ich habe diese Woche eine ganz echte, haptische und voll analoge Zeitung gelesen. Die Information, die mir dabei besonders ins Auge gesprungen ist: “Die reichsten Deutschen sind offenbar noch viel wohlhabender als bisher angenommen.” Entgegen früherer Forschungsergebnissen scheint die Schere zwischen Arm und Reich deutlich weiter auseinander zu gehen als gedacht. Haltet euch fest, im Artikel hieß es weiter “Die wohlhabendsten zehn Prozent der Haushalte besitzen laut DIW-Studie zwischen 63 und 74 Prozent aller Vermögen.” Punkt.

Einen Tag später poppt bei mir im Facebookstream dieses faszinierende Video über Kazuo Inamori auf (wer es noch nicht gesehen hat, bitte unbedingt anschauen):

Ein Video bei dem so mancher CEO wohl ins Schwitzen kommt. “Auf Geld verzichten?” Das kommt wohl bei 99.9% der Unternehmesentscheider wohl kaum in Betracht. Anyway, aber wer verzichtet schon gerne.

Drei Gehirnumdrehungen weiter, dachte ich mir dann, wie es wohl währe, wenn Unternehmen, ab einer gewissen Größe, einen Moral-Index ausweisen müssten. Ich meine, wie sähe die Vermögensverteilung bei Siemens wohl aus? Oder bei der deutschen Bahn?

UND

Gäbe es einen ehrlicheren Index für Fairness und Gemeinschaftsinn im Unternehmen? Wer braucht dann noch irgendwelche Siegel? Wäre das nicht wirklich ein super Employer Branding Instrument, wenn man mit einem Moral-Index nach außen kommunizieren könnte, dass im Unternehmen nicht ganz wenige fast die gesamten Gehaltsbudgets für sich beanspruchen und ganz viele im Gegensatz dazu, fast nichts verdienen?  

Ich denke, ja. Der Arbeitgeber-Moral-Index kommt. Da bin ich mir sicher … irgendwann. *Augenzwinker*

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