Business Sector Branding – Wenn große Verbände ganz tief schlafen!

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Kleiner Nachtrag zu meinen Thesen von vorletzter Woche (die ordentlich kontrovers in Xing-Gruppen diskutiert wurden). Verbände und Institutionen müssen sich endlich um ihre Reputation kümmern. D.h. Business Sector Branding betreiben, wenn man so will (gibt es hierzu schon einen Fachbegriff?).

Was ist eigentlich mit den Verbänden und Institutionen? Wo ist eigentlich deren Engagement, wenn es um die Reputation von ganzen Branchen geht? Ich glaube, die Verbände und Institutionen verschlafen hier die brisante Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und werden in ein paar Jahren böse erwachen. Noch hätten sie die Chance Jugend und junge Erwachsene für im Moment kaum bekannte oder unbeliebte Berufe zu begeistern. Ihr Einsatz für die jeweilige Branche reduziert sich jedoch vielfach auf eine Positionierung in Tarifverhandlungsfragen oder sonstigen eher überflüssigen Scharmützeln.

Ein paart Beispiele: Der komplette Pflege Sektor kann gar nicht anders als tagtäglich zu jammern. Es fehlt scheinbar permanent an geeignetem Personal und an Nachwuchs sowieso. Auch fehlt es an Ärzten überall auf dem Land (Das Thema hat Rösler ja gerade mit seiner NC für Landarzt Idee in die Medien gebracht). Seit Jahren sind die Versicherer unter denTOP 10 der unbeliebtesten Berufe auf Platz 1 – kann der GDV hier keine Aufgabe erkennen? Aber auch Polizei und Feuerwehr (sowie freiwillige Feuerwehr) leiden unter Nachwuchsmangel, was gedenken die zuständigen Institutionen zu tun? Nichts?

Die Handwerk-Kampagne ist scheinbar eine der wenigen gelungenen, sichtbaren Ausnahmen.
(Für die Ethiker im Netz, ich bin für Scholz & Friends tätig und lobe hier eine Arbeit von den Kollegen von Scholz & Friends Agenda)

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