Mein Freund, die Arbeitgebermarke

Tabu-Themen machten das HR BarCamp heiß! Mein persönlicher Rückblick auf das HR BarCamp 2017

Wer hätte das gedacht. Christoph und ich haben 2011 natürlich nie damit gerechnet, dass sich das HR BarCamp so entwickeln könnte und wir in 2017 ein so großes Event organisieren. Wir wollten damals einfach mal was anderes machen. Wir wollten einfach mal ein HR Event auf die Beine stellen, das Spaß macht, maximal zur Vernetzung beiträgt und den inhaltlichen Austausch auf Augenhöhe fördert.

Gefühlt ging das Event in Windeseile an einem vorbei.

Mittlerweile ist das Orga-Team so im flow, dass alles quasi blind geklappt hat. Es ging Hand in Hand – ob im Vorfeld oder an den Tagen selbst. Und etwa 20 HR BarCamp Stunden später, nach 39 Sessions und grandiosen Kandidaten in der gelungenen Mega HR Show ist es schon wieder vorbei. Was bleibt, dass sind viele Highlights, die ich so schnell nicht vergessen werde.

Bei meiner Session „HR Nähkästchen“ wurden Tabus gebrochen.

Besonders möchte ich meine Session HR Nähkästchen herausstellen. Nicht weil ich sie gegeben hab, sondern weil es das Format HR BarCamp ist, dass es HR Managern ermöglicht, frei und unbekümmert, auch Tabus zu brechen und über Sorgen und besondere Herausforderungen in der Personalarbeit zu sprechen. Beim HR Nähkästchen habe ich die BarCamper zunächst befragt, welches die Themen sind, über die sie grundsätzlich eher nicht (auch mit Kollegen) sprechen. Ich hab die Kollegen gebeten aus ihrem Nähkästchen zu plaudern. Und? Worüber spricht man nicht? Worüber sprechen Personaler nicht?

Einige Beispiele: Man spricht nicht über die Diskriminierungsfälle im eigenen Haus, über schlechte Teamleiter und Chefs, über Beziehungen unter Kollegen und dem Rosenkrieg verbundene kalte oder heisse Konflikte, über Drogen- oder Alkoholsucht von Kollegen, sexuelle Belästigung und Mobbing. Aber das alles gibt es und es sind oftmals die großen HR Herausforderungen. Die Liste der Tabu-Themen ist ziemlich schnell sehr lang geworden und wurde teilweise mit kaum zu glaubenden Geschichten begleitet. Als wir die Themen gesammelt hatten, wurden 3-4 Themen ausgewählt und in kleineren Gruppen Handlungsalternativen ausgearbeitet.

Sehr ernste Themen auf der einen Seite und Spaß am Abend bei der Mega HR Show und anschließender Party. Das geht nur beim HR BarCamp!

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Glückliche Teilnehmer, die bereits beim Abschied versichern, dass sie beim nächsten mal wieder dabei sind und Sponsoren, die ebenso glücklich sind und uns die Treue schwören. So kann es auch 2018 weiter gehen.

 

Über den Autor

Jannis Tsalikis

"Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Nach einer Weile braucht er einen Drink!" (Woody Allen)

2 Kommentare

  • […] Die inhaltlichen Vorschläge waren zahlreich: Etwa 50 Angebote wurden eingebracht, wovon 36 Themen durchgeführt werden konnten. Dominant waren HR-Digitalisierungsthemen in verschiedenen Facetten. Gleich mindestens vier Sessiongeber, fusionierten dann auch spontan zu einer Art Digitalisierungs-Kooperative und wurden – nicht weiter verwunderlich – auch auf Top-Rank gevotet. Neben den HR-Digital-Themen gab es mehrere Angebote für Recruiting-Themen, z.B. die autonome Stellenanzeige, sollten Recruiter ein bestimmtes Alter haben, Empfehlungsrecruiting, wie wird Recruiting 2030 sein, was macht gute HR-Videos aus, ist nun die Zeit der Videobewerbung gekommen, Snapchat im Azubimarketing oder was stirbt zuerst, die Stellenanzeige oder das Anschreiben. Neben diesen Recruiting-orientierten Vorschlägen gab es mehrere spannende Vorschläge zur HR-„Selbstreflektion“ bzw. zu Mindset-Themen, wie ich es mal beschrieben möchte. Beispiele hierfür nannten sich HR meets Strategy, Unternehmenskultur 4.0, wir brauchen Veränderung aber kaufen Technologie, was ist ein Digital Mindset oder mehr Sichtbarkeit für HR-Frauen. Als letzte thematische Gruppe gab es dann noch Angebote, welche sich eben nicht gruppieren lassen, d.h. eher nicht die Big Issues sind, aber doch sehr spannend und das Event bereichernd. Hierfür standen Pate: Co-Working und Raumkonzepte, Generationenclash im Mittelstand, Mindfulness, Augen auf beim HR-Softwarekauf, Ideenfindung, Arbeitsrecht und Datenschutz. Ganz besonders war dann noch das Sessionangebot meines lieben Co-Organisators Jannis, der mit dem „HR-Nähkästchen“ ein Forum anbot, wo Personaler mal vertraulich über die unangenehmen Seiten der Personalarbeit sprechen konnten. Darunter fielen bspw. Umgang mit Drogen- oder Alkoholsucht am Arbeitsplatz, Rosenkriege im Büro oder chronischen Low-Performern, cholerischen Führungskräften oder sexueller Belästigung. Fiese Themen, aber leider auch Teil der Realität. Nicht verwunderlich, dass diese Session sehr gut besucht war und auch im Recall, der Wiederholung der beliebtesten Sessions, ganz vorne lag. Jannis hat über diese, seine Session, hier schon gebloggt. […]

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