Berufstätig als Mutter oder Vater? Für die Einen ein Problem, für die Anderen Inspiration!

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JuggleHUB ist einer der ersten Coworking Spaces, das auch eine Kinderbetreuung anbietet. Verrückt.

Denn obschon Work & Life Balance bei vielen Menschen schon lange ganz oben auf der Agenda ist, schaffen die Gründerinnen das, was Politik und viele Arbeitgeber seit Jahren verschnarchen: Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Silvia Steude und Katja Thiede bieten jede Menge Platz für konzentrierte Arbeit und viel Freiraum für die Kinderbetreuung an. Und während die Kids im Nebenzimmer Spaß haben und am liebsten gar nicht mehr weg wollen, können die Eltern sich ihren beruflichen Aufgaben widmen – ganz ohne schlechtes Gewissen.

Wie das geht? Ich hab mit Katja ein kurzes Interview geführt (Lesezeit 3 Minuten):

Warum braucht Berlin sowas?

Dass es uns in Berlin gibt, ist Zufall. Im Prinzip hätten wir auch in jeder anderen Großstadt eröffnen können. Die Situation ist ja überall ähnlich. Mit dem juggleHUB haben wir Räume geschaffen, in denen Arbeit und Familie nicht mehr getrennt gedacht werden müssen, wie das gerade im Unternehmenskontext oft der Fall ist. Selbstständige und Freiberufler kommen ganz selbstverständlich zu uns, um beispielsweise in der Elternzeit Projekte und Kunden weiter zu betreuen oder Kita-Schließzeiten zu überbrücken. Oder weil sie ihre Kinder gern in ihrer Nähe haben. Unternehmen, die zukünftig die besten Leute im Team haben wollen, müssen sich früher oder später auch damit beschäftigen, was ihre Mitarbeiter wirklich möchten und brauchen – und anfangen, abseits bestehender Konzepte zu denken. Denn immer mehr Menschen wollen die strikte Trennung von Arbeit und Familie nicht mehr.

Und woher kommt der Name „juggleHUB“?

Berufstätige Eltern haben oft das Gefühl, zehn Bälle gleichzeitig in der Luft halten zu müssen, daher fanden wir das Bild vom „Jonglieren“ (Englisch: to juggle) so treffend.

Kinder sind kein Hindernis, im Gegenteil, sie sind unsere Inspiration! „If you want creative workers, give them enough time to play.“ Als Erwachsener vergisst man das schnell. Kinder bringen uns diese Denkweise wieder näher. Der juggleHUB ist ein Ort, der für alle offen ist, an dem Menschen mit ganz unterschiedlichen Geschichten und Talenten zusammenkommen und an dem neue Ideen entstehen. Dafür steht das „Hub“ im Namen.

Was sagen die Eltern und Kinder zu eurem Angebot?

Die Eltern, die bei uns arbeiten, sagen uns immer wieder, wie sehr ihnen unser Angebot hilft. Gerade, wenn es mit dem Kita-Platz nicht geklappt hat, wie gehofft – was angesichts tausender fehlender Plätze in Berlin oft passiert – und sie einfach wieder arbeiten wollen oder müssen. Andere genießen es, das Kind ein paar Türen weiter zu wissen und zwischendurch zusammen Mittag zu essen oder den Nachwuchs in den Mittagsschlaf zu wiegen, bevor es wieder an den Schreibtisch geht.

Wir geht es mit juggleHUB weiter? Was habt ihr vor?

Wir mögen den Gedanken, dass es neben der Betreuung kleiner Kinder auch ein Angebot für Schulkinder gibt. Dass Papa oder Mama ihre Projekte vorantreiben und das Kind nebenan Roboter baut oder programmiert. Auch flächenmäßig werden wir sicher weiter wachsen. Und daneben haben wir wieder viele spannende Kooperationen am Start, aus denen Veranstaltungen, Netzwerktreffen oder neue Formate entstehen werden. Das Schöne an der Arbeit hier ist, dass wir die Zukunft gar nicht planen müssen, weil sie ganz oft unverhofft durch die Tür kommt. Vielleicht schon mit dem nächsten Coworker.

Vielen dank für deine Zeit, Katja! Euch beiden noch viel Erfolg!

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